Freitag, 27. April 2007

Osterferien Teil 2

Wieder ging es in die Fremde, südlicher als alles was ich bisher Süden genannt habe....
Unsere Route führte über Hamilton nach New Plymouth, einige Café-Stopps auf dem Weg aber sonst die übliche neuseeländische Mischung aus endlosen Weiden und urwaldartigen Tälern. New Plymouth ist, wie schon Dargaville im Norden, einfach nur ein großes Einkaufszentrum für die Farmer der Region. Hier haben wir uns dann auch wirklich nicht lange aufghalten, schnell ein wenig Fastfood konsumiert und weiter zum Mt Taranaki/Edmont. Da es schon langsam dunkel wurde, haben wir schnell mal im "Lonley Planet" nach einem passenden Platz zum Übernachten gesucht....
The Camphouse in North Egmont, mitten im Nationalpark auf 1100m gelegen war unser Ziel, ein super Startplatz, wenn man sich den Mt Taranaki oberhalb der Baumgrenze ankucken will. Tja, erstmal in North Egmont (ein DOC-Servicehaus und ein großer Parkplatz) angekommen, mussten wir feststellen, dass das Camphouse vom DOC betrieben wird und deren Angestellte ab 16 Uhr auf dem Heimweg sind. Naja, einfach mal die 100m in den Busch gehen und kucken ob jemand im Haus ist.....
...ja, es waren glücklicherweise zwei Deutsche im Haus und so konnten wir dann ohne Voranmeldung einchecken.

Moin!

Gut geschlafen haben wir und der neue Tag begrüßte uns gegen 7 Uhr mit der Möglichkeit den Mt Taranaki (fast) in seiner ganzen Pracht zu sehen!
Dieser Berg zeigt sich nur an ein paar Tagen im Jahr!
OK, das macht Lust auf mehr. Wir haben uns schnell im DOC-Center erkundigt ob die Wege passierbar sind und unsere Hüttenpässe gekauft. Es sollte leider nicht auf die Spitze gehen, da für die nächsten zwei Tage Regen und oberhalb von 1500m Schnee angesagt wurden. Unsere Alternativroute wirkte aber auch nicht übel. Wir haben eine zweitägige Tour geplant, mit einer Übernachtung in der Pouakai Hut. Sollten die Regenfälle weitergehen oder noch zunehmen , kann unsere Tour auch drei bis vier Tage dauern, weil wir dann kurz vor dem Ziel umkehren müßten da bei solchen bedingungen wohl vier Bäche nicht passierbar sind.
Das klingt gut, auf geht's!
Der Weg ging erst mal eine ganze Weile steil durch den Wald nach oben. An der Baumgrenze angekommen, ging es erstmal über einen schmalen Grad in Richtung Gipfel.
Die meiste Zeit befanden wir uns in dichten Wolken, die aber immer mal wieder einen Blick über die Ebene freigaben.
Am Fuß der wirklich steilen Abschnitte des Mt Taranaki angekommen, ging es gegen den Uhrzeiger um den Berg herum weiter.

Der "Pfad" führte meist durch hüfthohes "Gestrüpp", was aber öfter mal Geröll- oder Murenfeldern weichen musste.

Gegenverkehr? Ja, zweimal!
Nach 3 Stunden kam die erste besssere Möglichkeit zum pausieren, die "Holly Hut" am Rande eines Sumpfgebietes gelegen......

....to be continued!

Cheers
Moritz

p.s. der ganze Berg war mit "Stoat Traps" gesichert

Sonntag, 22. April 2007

Osterferien Teil 1

So, nachdem wir die Ostküse von Northland schon mal unsicher gemacht haben, ging es für ein paar Tage an die Westküste.
Der erste ernsthafte Stop war in einem kleinen Nest namens Paparoa, eigendlich nur mit dem Ziel ein Klohäuschen zu besuchen und 'nen Take-Away-Café zu kaufen. Da aber irgendwie alle Futterstationen gegenüber vom Touristenparkplatz an diesem Feiertag geschlossen hatten, sind wir die einzige Strasse ein wenig entlanggelaufen....
.....und zufällig auf einen heißen Tipp aus dem "Lonley Planet" gestoßen, das "Sahara"!
Wer sich zufällig mal in der Gegend befindet muss da hin gehen und einen Café trinken oder was essen, einfach schön.
So, die Gäule wieder gesattelt und weiter in Richtung Norden!
Die nächste größere Ortschaft war Dargaville, was sich selbst als "The heart of the Kauri Coast" sieht, aber eigendlich nur ein großes Servicecenter für die Farmer der Region ist.
Von Dargaville aus sind wir nach Baylys Beach gefahren. Hier kommt man mit dem Auto auf den Ripiro Ocean Beach, den mit 100 km längsten befahrbaren neuseeländischen Strand.
Am Abend mussten wir uns wieder beeilen um noch eine Bleibe für die Nacht zu bekommen, was an einem Feiertag leider nicht einfach sein sollte. Bei Einbruch der Dunkelheit haben wir dann auf einem DOC-Campingplatz im Herzen des "Waipoua Forest" eine Hütte bezogen...
....eine Hütte?
Nein, der gute DOC-Platzwart hat uns geraten nicht eine Doppelhütte á 40$ zu nehmen, sonden zwei Einzelhütten á 12$ und einfach die Matratze aus einer Hütte in die andere Hütte zu legen!
Geschlafen haben wir gut und so konnte es am nächsten Morgen zu den großen Kauris gehen!
Gesehen haben wir wohl die meisten der Top 10 Kauri der Region, wie zum Beispiel:
-Tane Mahuta-Te Matua Ngahere
-Four Sisters
-Yakas Kauri
....und viele andere!
....puh, das war viel zu laufen, also erst mal ins Auto und zum Hokianga Harbour fahren.
Wow, hier ist es schön!
...ganz schön langer Abstieg zu meinen angelnden Kollegen!
Auch wenn es schön war, blieb die Zeit nicht stehen und wir mußten uns bei einsetzen der Abenddämmerung wieder mit der Suche nach einem Schlafplatz beschäftigen.
Ok, wir hätten einfach auf einem Parkplatz im Auto schlafen können aber Katja hatte wohl schon was geplant...
Wir sind zu einem "Top 10 Holiday Park" gefahren (klingt furchtbar) und haben da im Auto geschlafen.
Warum dass?
Hier gab es eine Nachtwanderung mit Guide durch den Kauriforest zum Kiwisuchen!
Wir sind gegen 19 Uhr mit acht anderen zu einem 5 km entfehrnten Rundweg durch den Wald gefahren worden. Angekommen am Parkplatz, gab es erst mal für jeweils zwei Leute eine Taschenlampe und ein paar Instruktionen. Wie jetzt auf so einem doofen befestigten Touripfad durch den Wald laufen? Da ist doch auch tagsüber tote Hose!!!??
Denkste, es ging Schlag auf Schlag! Zuerst haben wir ein bischen was über bestimmte Bäume und Pflanzen gelernt, dann riesige Cave-Wetas, fette Kurzflossenaale, NZ-Glühwürmchen und Kaurischnecken (riesig) gesehen. Die Aale haben wir sogar gefüttert! Ständig gab es was interessantes zu sehen, was die Taschenlampen dem Dunkel der Nacht entrissen. Plötzlich eine Art Schrei, wir haben unseren ersten Kiwi gehört! Zu Gehör bekamen wir noch etliche, nur gesehen haben wir leider keine. Egal, der Ausflug war Super! Am nächsten Tag ging es dann wieder in Richtung Süden.
Jaaa, Mittagessen im "Sahara"! Nein, leider haben die nur vier Tage in der Woche geöfffnet, so ist das mit der gehobenen Gastronomie in der Pampa!
Na gut, dann halt fix zur Ostküste rüber und noch mal an unseren Lieblingsstrand und danach weiter nach Auckland!

Cheers
Moritz

p.s. ich hab ja auch was "entdeckt"
Cryptocheilus australis - Golden Hunting Wasp
Es ist keine endemische Art, sie wird aber nicht als Pest gesehen, da sie meist eingeschleppte Spinnen jagd, lähmt und diese mit einem ihrer Eier zusammen in einer Höhle einschließt.
....wird noch mal Korrektur gelesen aber nicht mehr Heute!

Mülleimer voll? Neue Wohnung!

Tja, einige haben es schon mitbekommen, wir haben die Bleibe gewechselt (am 4.4.)!
Wir sind jetzt mehr in Richtung Stadtzentrum gezogen, mit der Chance am Sonntag auch mal ganz gemütlich in ein Café zu gehen.

1/3 Tahuna St
Freemans Bay
1011
Auckland

Tel: +64(0)93606144

Wir haben jetzt 4 englischsprachige Mitbewohner und einen winzigen Hund namens Diesel.

Samstag, 14. April 2007

Rangitoto Island

Wir wollten mal wieder zur See fahren und neue Inseln entdecken.
Also erst mal das Expeditionsteam zusammenstellen....


.....und dann ab zum Hafen, wo schon ein Schiff auf uns wartete.
Ganze 35 Minuten später standen acht Eroberer auf fast unberührtem Land.Rangitoto Island, 600 Jahre alt, ca. 5km Durchmesser und leider eine ökologische Katastrophe. Die einst bewaldete und vor Artenvielfalt strotzende junge Insel ist nach 100 Jahren Possumplage nur noch ein Schatten ihrer einstigen Pracht. Der "Urwald" wurde einfach von der Pest* entlaubt und die Eier der Vögel gefressen. Naja, die Insel ist dann in den späten 80ern von Possums (Kusus) gesäubert worden und soll sich jetzt erst mal wieder erholen (....für die nächsten 500 Jahre?).

OK, schön ist sie immer noch.
Viel schwarze Lava und hölzerne Wege, die diese vor gemeinen Schuhsohlen schützen.Der Wald wächst nach/neu, nur ist das Nahrungsangebot jetzt viel geringer, was der Biodiversität nicht zuträglich ist.
Man kann den Vulkan besteigen und einen super Ausblick auf den Golf von Hauraki genießen (und in den Vulkankrater).
Es gibt auch noch einen haufen Strände die zu entdecken sind. Also sind da noch mehr Entdecker, wie zum Beispiel die beiden Kayaker, die erst mal 5km vom Festland rüberpadelten, um dann noch eine Runde um die Insel zu joggen und am Ende wieder zurück zu paddeln. Meinen Respekt haben sie!Wir sind 6 Stunden über das Eiland gewandert und am Ende waren dann auch einige ganz schön am Ende. Kein Wunder, die ganze Lava heizt sich in der Sonne dermaßen auf....bruzel bruzel bruzel.

So, das war Rangitoto Island und wer noch mehr Infos will sollte googeln oder Wikipedia besuchen.

Cheers
Katja und Moritz

p.s. Pest ist hier alles was eingeschleppt wurde und sich hier zu gut vermehrt (Menschen??)